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Mittwoch, 9. März 2016

Hopp hopp hopp, Pferdchen lauf Galopp...

Als ich klein war, habe ich alles Mögliche zum Pferdumgewandelt. Besenstiele, Roller, Sofalehnen. Was hätte ich mich über ein Steckenpferd gefreut. Nur leider gab es die in der DDR nicht einfach so zu kaufen.
Vielleicht war es mir deshalb ein Bedürfnis dem Krümelkind ein Steckenpferd zu machen. Eines nach meinen Vorstellungen, so wie ich es als kleines Mädchen gerne gehabt hätte.
Also frisch an Werk, frei Nase einen Schnitt gebastelt und losgenäht.
Das Ergebniss hätte mich bestimmt als Kind auch zufrieden gestellt, nur dass das Pferd eher schwarz hätte sein müssen. Ich war halt geprägt von Black Beauty und Silas. Hach, das waren noch Zeiten.

Für das Ross des Krümlichs habe ich braunen Nicky verwendet und senffarbene Sweatstoff-schnüre für die Mähne.
Die Blässe auf der Stirn ist ausgeschnittene und aufgebügelte Flockfolie. Die Augen hätte ich wohl auch ausplotten können, habe sie aber per Hand aufgenäht, nachdem ich den Kopf schon ausgestopft hatte. Das ist dann der Nachteil, wenn man sich einen Schnitt ausdenkt. Das weiß man eben nicht wirklich wo nun die Augen hin müssen.
Auf jeden Fall ist der Krümlich sehr zufrieden, wollte aber das Tier schon ohne Stecken, um es mit ins Bett nehmen zu können.

Ich für meinen Teil bin schon gespannt ob er im Sommer damit über die Wiese galoppiert.
So sah übrigens das Schnittmuster aus.
Der Streifen ist für Stirn und Mundpartie. Ich habe ihn einfach so lang geschnitten, das er bis runter zum Stecken gereicht hat. Die Mähne habe ich einfach normal mit dem Hals zusammen genäht.
Bei dem Übergang von Ohren und Mähne habe ich etwas Flickschusterei machen müssen. Die Nasenlöcher habe ich einfach nach dem Austopfen mit Nadel und Faden zusammen gezogen. Auch den Munde habe ich mit hand wieder etwas zu genäht , weil er mir zu weit austand.
Am Stecken habe ich einen dünnen Schlauch aus Bündchen per Hand an den Hals angenäht.

Alles in allem also gaaannzzz einfach. ;)

P.S:Und weil ich es nicht für mich sondern für den Krümlich gemacht habe, schicke ich es zur Krümelmonster AG von mir gemacht... für dich gedacht.

Mittwoch, 4. November 2015

Yoki der dicke Drache allein zu Haus

Heute ist mir etwas wehmütig zumute. Denn heute musste der Drache zu hause bleiben.

Seit fast einem Jahr war der dicke Drache der tägliche Begleiter des Krümelkindes. Ob in den Kindergarten, oder auf lange Autofahrten, überall musste das Plüschtier mit hin. Im Bett wurde er regelmäßig plattgelegen und das Tier einmal zu waschen war schon fast unmöglich, weil er ja immer mit unterwegs war.

Nun aber wurde er abgelöst von einer Plüschgiraffe, von ihm rausgesucht und mir selbst gekauft.
Einerseits bin ich nun ganz froh das der Krümlich nicht mehr so auf dieses spezielle Plüschtier geeicht ist, andererseits bin ich schon traurig das nun mein extra nur für ihn handgenähtes Drachentier erstmal abgemeldet ist.

Aber so ist das wohl nun mal. Nichts bleibt lange so wie es ist.

Wenn der dicke Drache nun einmal allein zuhause rumsitzt, so habe ich mir gedacht kann ich ihn wenigens mal hier im Blog zeigen. Ich habe das Plüschtier nach dem Schnittmuster Yoki the fat Dragon, hier bei Etsy zu kaufen, genäht. Das Schnittmuster kommt als Pdf mit Anleitung, die allerdings etwas kärglich ausfällt.
Da mir der Drache insgesamt etwas klein und die Schnittteile dadurch auch arg futzelig waren, habe ich es, glaube ich 20 Prozent vergrößert.
Gerade das Zusammennähen der Einzelteile wird in der Anleitung nicht wirklich beschrieben, deshalb hab ich den Guten so zusammengenäht wie ich dachte. Das Schnittmuster ist also meiner Meinung nach für Anfänger schwierig umzusetzen.

Aber gerade weil er nicht ganz perfekt ist, find ich ihn so knuffig. Und selber Plüschtier nähen hat noch den Vorteil das ich selbst den Stoff, hier Bio-Nicky, auswählen kann und so weiß was drin ist. Das ist mir schon wichtig, denn als der Krümlich den Drachen neu hatte, hat er ihn auch gern mal durchgekaut.

Tja aber die Zeiten scheinen ja nun vorbei zu sein, seufz....

Mittwoch, 3. April 2013

darf ich vorstellen: meine neue e-Reader Tasche

Mein Göttergatte hat mir zum Geburtstag einen e-Reader geschenkt. Bisher waren wir Verfechter des guten alten Papierbuches und ja, es geht auch nichts darüber in einem dicken Wälzer zu schmökern. Allerdings hat so ein e-Book-reader unbestreitbare Vorteile. So kann ich jetzt ein 1000 Seiten Buch mal schnell in meine Manteltasche stecken und mich, wenn das Kind im Kinderwagen schläft, lesend auf die Parkbank setzen. Das habe ich zwar erst einmal gemacht wegen dem tollen Frühlingswetter, aber es geht ja ums Prinzip.
Ein weiterer Pluspunkt ist, dass ich jetzt zum Lesen im Bett kein Licht mehr anmachen muss und somit das Kind nicht erst wieder aufwecke.
Ich lese nämlich gerne noch im Bett, aber da das Kind mit im Elternzimmer schläft, war dass in letzter Zeit nicht drin.

Nun hab ich zwar einen tollen personalisierten Reader mit Mandelblüten-Skin von van Gogh auf der Rückseite, aber keine Tasche dazu.
Da ich keine Tasche zum aufklappen brauche und mir die käuflich zu erwerbenden alle nicht wirklich gefallen haben, dachte ich mir, nähe ich halt selber eine.

Heraus gekommen ist eine kleine, mit Volumenvlies gefütterte Tasche aus Kimono-Stoffresten. 


Dazu muss ich etwas weiter ausholen. Im Leben vor dem Mama-sein habe ich nämlich leidenschaftlich Original japanische Kimonos gesammelt und auch genäht. Wer sich dafür interessiert, kann hier mal in meinen anderen Blog schauen. Jetzt liegt er erstmal brach, da ich nun Dinge fürs Kind zu nähen spannender finde. Naja und dann ist da auch noch das alte Problem mit der Zeit.
Jedenfalls habe ich noch einiges an Kimono Material im Schrank liegen. Die Stoffe, die ich für die Tasche benutzt habe, sind alte Kimono Stoffe aus den 30iger Jahren. Hinter dem olivgrünem Streifen aus Seide verbirgt sich eine Seitentasche für das Ladekabel oder anderen Krimskrams.


Gefüttert habe ich die Tasche ganz edel mit gelber Seide. Geschlossen wird das Ganze mit einem Gummiband und passendem Knopf.

Ich mag das Ergebnis sehr, auch weil ich dadurch ein Stück meiner alten Leidenschaft vor Augen habe und immer mal an die Schätze in meinem Schrank denke. Irgendwann werde ich sie wieder rausholen und etwas damit machen. Vielleicht ja einen Baby- Kimono für das Krümel-Kind.

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